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SCHULPROFIL


Das Max-Born-Gymnasium wurde im Jahr 1966 gegründet und ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium. Die Beziehung zu unserem Namensgeber, dem Nobelpreisträger Max Born (1882-1970), wird durch die Verbindung mit seinem Sohn, Professor Gustav Born, lebendig, der rege an unserem Schulleben teilnimmt.

Derzeit besuchen 1020 Schülerinnen und Schüler das Max-Born-Gymnasium, wo sie von 95 Lehrkräften unterrichtet werden. Besonderen Wert legen wir auf den vertrauensvollen Umgang aller Mitglieder der Schulgemeinschaft untereinander und möglichst große Transparenz in allen schulischen Abläufen. Das zeigt sich auch in der Beteiligung und Mitwirkung der SMV, die sich ein eigenes Gesetz zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Schule gegeben hat, und in der Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, der die Schule auch inhaltlich mitgestaltet. Gemeinsam mit den Klassenelternsprechern sorgt der Elternbeirat für die Unterstützung von Eltern und Kollegium in Fragen der Erziehung und hat dazu Gesprächskreise eingerichtet sowie verschiedene Projekte mit Eltern und Schülern durchgeführt. Der Förderverein der Schule, das Max-Born-Netzwerk, unterstützt die Aktionen der Schule finanziell, sucht Sponsoren und hält den Kontakt mit den ehemaligen Absolventen.

Ein besonderes Projekt der inneren Schulentwicklung stellt unsere Teilnahme am Modellversuch MODUS21 dar. Hier haben wir in enger Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern erprobt, wie viele zentrale Vorgaben nötig sind, um die Vergleichbarkeit von Schulen sicher zu stellen, und wie viele Entscheidungsfreiräume der einzelnen Schule zugestanden werden können, um die Qualität schulischer Arbeit zu verbessern. Die Ergebnisse dieses Schulversuchs, an dem 44 bayerische Schulen teilnehmen, sind Vorbild für die Weiterentwicklung des bayerischen Schulwesens geworden. Unsere innovative Arbeit im Bereich der inneren Schulentwicklung wurde  mit dem 2. Preis des i.s.i. (Innere Schulentwicklung – Innovationspreis) 2002 ausgezeichnet.

Besondere Einrichtungen an unserem Gymnasium sind die schuleigene Sternwarte mit zwei Kuppeln und einem Planetarium, das mikrobiologische Labor und das große Schulaquarium im Foyer, durch welche die Anschaulichkeit im naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützt wird. Viele Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Gymnasiums nehmen mit ihren Arbeiten an regionalen und nationalen Wettbewerben wie „Experimente antworten“ oder „Jugend forscht“ teil und wir können uns immer wieder über Preisträger auf Landes- und Bundesebene freuen. Jährlich treffen sich im Rahmen der Forscherwoche Schüler aus mehreren Bundesländern, um sich über ihre Projekte auszutauschen, wissenschaftliche Einrichtungen zu besuchen und Fachvorträge renommierter Forscher zu hören. Das Max-Born-Gymnasium ist Partnerschule des Deutschen Museums und arbeitet mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Pettenkofer-Institut, dem Lehrstuhl für die Didaktik der Physik an der LMU und der DLR in Oberpfaffenhofen zusammen. Wegen der besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Mathematik und der Naturwissenschaften wurde das Max-Born-Gymnasium im Jahr 2000 als eines von vier bayerischen Gymnasien durch den von der BDA geförderten Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence Center e.V. als MINT-EC-Schule ausgewählt. Durch die großzügige Unterstützung unseres Sachaufwandträgers konnte im Februar 2009 der komplett sanierte und technisch auf den neuesten Stand gebrachte Physiktrakt in Betrieb genommen werden. Jährlich nehmen mehr als ein Drittel unserer Schüler mit beachtlichem Erfolg am weltweiten Mathematik-WettbewerbKänguru“ teil. Seit dem Schuljahr 2009/10 nimmt das Max-Born-Gymnasium am Modellversuch „M3 – Medienintegration im Mathematikunterricht“ teil, bei dem es um den Einsatz von Taschenrechnern mit Computer-Alegbra-Systemen (CAS) geht.
Im sprachlichen Bereich bietet das Max-Born-Gymnasium als einzige Schule im Landkreis Fürstenfeldbruck und an der S8 die Möglichkeit, alternativ zu Englisch Latein als erste Fremdsprache zu wählen. Die zweite Fremdsprache beginnt bereits in der 6. Jgst., für Schüler mit Latein als erster Fremdsprache ist dies automatisch Englisch, die anderen wählen zwischen Latein und Französisch. Die dritte Fremdsprache im sprachlichen Zweig ist Französisch. Ab dem Schuljahr 2011/12 wird es möglich sein, im sprachlichen Zweig alternativ zu Französisch auch Italienisch als dritte Fremdsprache zu wählen. Dann wird auch eine rein neusprachliche Fremdsprachenfolge (Englisch – Französisch – Italienisch) möglich sein. In beiden Ausbildungsrichtungen besteht die Möglichkeit, mit Beginn der 10. Jgst. die erste oder zweite Fremdsprache durch die spät beginnende Fremdsprache Italienisch zu ersetzen. Die Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Gymnasiums können hier an der Schule offizielle Sprachzertifikate über Kenntnisse des Englischen (CAE) und des Französischen (DELF) erwerben. Details zu diesen Regelungen und weitere Informationen zu den Sprachen finden Sie hier auf unserer Homepage auf den Seiten der einzelnen Fächer. Das Max-Born-Gymnasium ist eine Schule, die an vorderster Stelle beteiligt ist bei der Entwicklung und Erprobung neuer Aufgaben- und Prüfungsformate zur Stärkung der Mündlichkeit in den Fremdsprachen. So finden sich in der wegweisenden Handreichung „Time to talk“ und auf der zugehörigen DVD etliche konkrete Unterrichtsbeispiele aus unserer Schule.

Orchester, Chor, Bigband, die Schulband „Murphy’s Law“ und eine englischsprachige Theater- und Tanzgruppe mit jährlichen Inszenierungen, an denen bis zu 200 Schülerinnen und Schüler mitwirken, bereichern zusammen mit Kunstausstellungen und „Auftragsarbeiten“ für öffentliche Einrichtungen in Germering das musische Leben der Schule und wirken in den öffentlichen Raum hinein. Im Schuljahr 2010/11 werden wir erstmals in der 5. Jgst. eine Streicherklasse anbieten. In dieser Klasse lernt jedes Kind ein Streichinstrument, wobei der Unterricht im Rahmen des Musikunterrichts erteilt wird. Zudem soll von Anfang an im Klassenverband gemeinsam musiziert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage. Ein weiterer Baustein im Schulleben und in der Vernetzung der Schule mit dem regionalen Umfeld ist der Schüler-Service für Senioren, über den unsere Schülerinnen und Schüler älteren Mitbürgern die Erledigung kleinerer Dienste anbieten. Zur Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft wollen wir auch durch die langjährige Einrichtung der Tutoren und durch den Schulsanitätsdienst ermuntern. Hinzu kommt die intensive und anspruchsvolle Ausbildung von Schülern zu Mentoren, die sich die Unterstützung von Schülern im Unterricht oder bei den Hausaufgaben zur Aufgabe gemacht haben. Ab dem Schuljahr 2009/10 stehen Streitschlichter für Konflikte unter Schülern zur Verfügung. Die beteiligten Schüler wurden in einer mehrtägigen Schulung intensiv auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Verantwortung für die Umwelt übernehmen unsere Schüler im schuleigenen Biotop und in den Energieteams, die für bewusstes Umgehen mit Ressourcen im Klassenzimmer und in der ganzen Schule sorgen. Hinzu kommen wiederkehrende Veranstaltungen zur Klimaproblematik und ein neu erarbeitetes Programm zur Suchtprävention.

Weitere Angebote an die Schüler zur Verstärkung des Praxisbezugs und zur Horizonterweiterung sind die verschiedenen Schüleraustausch-Programme mit Partnerschulen in Frankreich, Italien und den USA. Einen Überblick dazu finden Sie unter der Rubrik „Fahrtenkonzept“ auf der Homepage. Berufsorientierung erfolgt am Max-Born-Gymnasium durch ehemalige Schüler und Eltern. Bei den Berufsinformationsabenden, die vom Max-Born-Netzwerk in Zusammenarbeit mit der Beratungslehrerin organisiert werden, präsentieren ehemalige Absolventen unserer Schule ihre Berufe. Dabei finden sich immer etwa zwanzig hochkarätige Persönlichkeiten, vom Manager bis zum Food Designer, zusammen. In der neunten Jahrgangsstufe bieten wir unseren Schülern ein einwöchiges Betriebspraktikum an, das sie mit den Bedingungen der Arbeitswelt vertraut machen soll.

Schulinterne Lehrerfortbildung v.a. im Bereich neuer Unterrichtsmethoden gehört ebenso zu unserem Konzept von Qualitätsentwicklung wie das bundesweite Modellprojekt SINUSzur „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“, in dem wir als Pilotschule ein Netz von weiteren Schulen betreuten. Hier wurden neue Unterrichtsmethoden erprobt, die Zusammenarbeit im Team organisiert und neue Aufgabenformen entwickelt. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen; drei Lehrkräfte des Max-Born-Gymnasiums sind nun in der weiteren Verbreitung der Ergebnisse im Rahmen von Lehrerfortbildung eingesetzt.

Das Max-Born-Gymnasium beteiligt sich immer wieder mit Kursen an der Schüler-Akademie der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberbayern-West, in der begabte Schüler aus Gymnasien im jeweiligen Einzugsbereich besonders gefördert werden. Aktuell läuft ein Kurs über Geographische Informationssysteme (GIS).

Besonderes Engagement bei der Mitgestaltung des Schullebens und im sozialen Bereich würdigen wir jährlich durch die Verleihung der Max-Born-Medaille an Abiturienten; als herausragende akademische Leistungen können wir zudem in jedem Jahr besonders gelungene Facharbeiten aus der Gustav-Born-Stiftung prämieren.

Seit dem Februar 2009 verfügt das Max-Born über eine Mensa mit 120 Plätzen, die sich im neuen Erweiterungsbau befindet. Dort können die Schülerinnen und Schüler, aber natürlich auch die Lehrkräfte und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Gymnasiums ein warmes Mittagessen zu günstigen Preisen einnehmen. Angeboten werden neben Salat und Nachspeise immer zwei Hauptgerichte, von denen eines vegetarisch ist. Den aktuellen Speiseplan finden Sie hier auf der Homepage. Im 2009 eingeweihten Erweiterungsbau befinden sich auch Räume für die Nachmittagsbetreuung, Seminarräume und ein Internet-Arbeitsraum für die Oberstufe mit 16 Plätzen, in dem sich die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Pausen aufhalten können.

Dank der großzügigen Unterstützung durch unseren Sachaufwandsträger, den Landkreis Fürstenfeldbruck, gibt es immer wieder Modernisierungen und besondere Ausstattungen auf dem Schulgelände. Aktuell freuen wir uns über den umgestalteten Pausenhof und die neuen Eingangstüren. Als Schulfamilie sind wir zudem gerade dabei, den weitläufigen Schulpark als Ruhezone und Aufenthaltsbereich zu erschließen.

Am Max-Born-Gymnasium wird versucht, den Begriff „Schulfamilie“ mit Leben und Inhalt zu erfüllen und drei zentrale Ansätze in Einklang zu bringen: eine hohe Unterrichtsqualität, wie sie in den hervorragenden Platzierungen bei den zentralen Leistungstests und in den zahlreichen Wettbewerbserfolgen zum Ausdruck kommt, ein reiches Schulleben, das von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft getragen wird, und die Offenheit für Innovationen, die auch aus der Schule selbst heraus angestoßen und gestaltet werden. So hoffen wir, ein Konzept von gymnasialer Bildung und Erziehung umzusetzen, das das Max-Born-Gymnasium zu einem attraktiven Lern- und Lebensraum für Lehrer, Schüler und Eltern macht und unsere Absolventen möglichst umfassend auf die außerschulische Berufs- und Lebenswelt vorbereitet.

Germering, im Februar 2010

Dr. Robert Christoph
Schulleiter