Hauptnavigation:
Navigation:

Mikrobiologische Untersuchungen an Honig und Joghurt

Name Nina Donner
Alter 20 Jahre
Anschrift Rosenstraße 5
82110 Germering
Telefon 089/845575
Schule Max-Born-Gymnasium
Johann-Sebastian-Bach-Strasse 8
82110 Germering
Projektbetreuer Herr Dr. Schroll (Leistungskurslehrer Biologie)

Honig

Bereits für Jufo 1997 hatte ich bei einigen Honigen eine Hemmwirkung auf Bakterienwachstum nachgewiesen. In der vorliegenden Arbeit wurden nun zum einen differenzierte Hemmtests mit 9 verschiedenen Honigen durchgeführt, um die Abhängigkeit der inhibitorischen (keimtötenden) Wirkung von Konzentration und von Licht- und Temperatureinfluss zu demonstrieren.

Ergebnis

Selbst Honige, die noch in Verdünnungen von 1:1/8 wirkten, verloren nach einer kurzzeitigen Erhitzung auf 40° C bzw. nach einer Belichtungsdauer von 10 Tagen ihre Hemmfähigkeit!

Fasziniert von der komplexen Struktur der Pollenkörner im Honig führte ich zum anderen eine qualitative Pollenanalyse der 5 Sortenhonige durch, wobei sich im Vergleich zu der in der Wissenschaft üblichen Methode die von mir angewandte, eigene Methode für Schul- und „Haus”- Untersuchungen als die einfachere und bessere erwies.

Neben diesen beiden Schwerpunkten, chemischen Analysen und der Züchtung honigeigener Bakterien konzentrierte ich mich darauf, besonders sehenswerte Pollen, Kristalle und tierische Bestandteile fotografisch festzuhalten, was viel Geduld erforderte.


Joghurt

Dieser Teil greift die aktuelle Diskussion über „probiotische Lebensmittel” auf. Anhand einer Keimzahlbestimmung bei 2 probiotischen und 2 herkömmlichen Joghurtsorten ging ich der nachgesagten gesundheitsfördernden Wirkung nach.

Ergebnis

Nur einer der probiotischen Joghurte entsprach den Keimzahlkriterien.

Neben der mikroskopischen Untersuchung und Einordnung der probiotischen Kulturen testete ich auch das „Konkurrenzverhalten” der Testbakterien gegenüber dem ebenfalls im menschlichen Darm angesiedelten Bakterium Escherichia coli. Versuche zur Aerotaxis wiesen den unterschiedlich ausgeprägten Anaerobier-Charakter der Milchsäurebakterien nach.



Um nicht nur gekauften Joghurt unter die Lupe zu nehmen, setzte ich selbst Milch mit 4 verschiedenen Starterkulturen an und maß in kurzen Zeitabständen die Absenkung des pH-Werts.

Ergebnis

Mit Fertigfermenten gesäuerten Ansätze vergoren den Milchzucker sehr viel langsamer als diejenigen, die mit einem Löffel Joghurt angesetzt worden waren.

Die Messung der optischen Aktivität zweier Joghurtsorten, die - laut Aufschrift - hauptsächlich rechtsdrehende Milchsäure (besser verdaubar!) enthalten sollten, fiel nur für einen der untersuchten Joghurte positiv aus.