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01. 03. 2004
Wir haben
eine Vision
Im Namen
des gesamten Elternbeirates darf ich sie meine Damen und Herren und
euch liebe Kinder herzlich begrüßen !
Warum Sie
heute Abend hier am Max-Born-Gymnasium sind, wissen Sie selbst wahrscheinlich
am besten. Vielleicht weil es das am nächsten liegende Gymnasium
ist, das Ihr Kind zu Fuß erreichen kann, vielleicht weil Ihr Kind
mit Latein als erster Fremdsprache beginnen soll, vielleicht weil Sie
andere Kinder kennen, die diese Schule bereits besuchen und sich hier
wohl fühlen oder vielleicht auch weil Sie gehört haben, dass
das MBG eine ganz besondere Schule sei.
Ist diese
Schule nun so besonders ?
Als erste Antwort muß man sagen nein, es handelt sich beim Max
Born Gymnasium um ein normales staatliches Gymnasium, wie es in der
näheren und weiteren Umgebung noch viele andere gibt. Und die Arbeit,
die an den anderen Schulen geleistet wird, ist genauso gut oder schlecht
wie hier bei uns.
Die zweite Antwort lautet jedoch :
Ja, diese Schule ist etwas besonderes. Wenn Sie mich nun fragen warum,
dann antworte ich Ihnen weil wir, und ich wähle das Wort wir ganz
bewußt, eine Vision haben ! Die Vision jungen Menschen neben dem
nötigen Wissen für eine erfolgreiche Schullaufbahn - möglichst
bis zum bestandenen Abitur - etwas zu vermitteln, das in unserer heutigen
Gesellschaft immer mehr verloren geht bzw. schon verloren gegangen ist.
Ich spreche von Vermittlung von Werten. Werte, die, wenn man sie achtet
und einhält, diese jungen Menschen zu toleranten, sozial engagierten
und gerechten Menschen werden lassen.
Die Bewegung
der Freimaurer spricht davon, dass alle gemeinsam am großen Weltendom
bauen, in einem solchen Sinn ist auch das von mir so bewußt benutzte
Wort wir zu verstehen : hier am MBG bauen alle Beteiligten am Schulleben
an einem großen Gesamtkonzept, das uns hoffentlich zu einer Schule
der Zukunft führt, an der auch die Werte des Humanismus wieder
einen hohen Stellenwert haben.
Direktorat
und Lehrerkollegium, Schüler mit ihrer Vertretung der SMV und Eltern
mit ihrer Vertretung dem Elternbeirat werden hier bei uns gehört
und jeder kann sich auf vielfältige Art einbringen.
Vor wenigen
Wochen hatten wir hier bei uns an einem Freitagnachmittag und am darauffolgenden
ganzen Samstag eine so genannte Klimakonferenz, die sich ausschließlich
mit Fragen des Schulklimas befaßte. Themen wie Disziplin im Unterricht,
Rollenverständnis von Schülern und Lehrern, Identifikation
mit der Schule und weitere Themen waren Diskussions- und Arbeitsgrundlage
für Plenum und Workshops. Und obwohl die Teilnahme freiwillig war
und in der kostbaren Freizeit lag, kam fast das gesamte Lehrerkollegium,
sowie sehr viele interessierte Schüler und Eltern. Die wirklich
beindruckenden Ansätze und Ergebnisse, die an diesen eineinhalb
Tagen erzielt wurden, können Sie später beim Rundgang durch
die Schule auf den Schautafeln in der ersten Etage dokumentiert sehen.
Eineinhalb Tage, die für das aktive Zusammenleben und Zusammenwirken
an dieser Schule sprechen.
Einige
Worte noch zur Funktion des Elterbeirates hier am MBG. Der Elternbeirat
ist in das Schulprojekt Modus 21 aktiv eingebunden, regelmäßige
Sitzungen der Elternvertreter im Kultusministerium dienen dem Erfahrungsaustausch
mit den anderen mittlerweile 35 bayerischen Schulen, die an diesem Projekt
beteiligt sind.
Unsere aktuellen Aktivitäten finden sie jederzeit auf der Homepage
des MBG unter der dem Stichwort Elternbeirat und im Schaukasten in der
Pausenhalle im Erdgeschoss. Nach der Veranstaltung stehen einige von
uns Elternbeiratsmitgliedern zum persönlichen Gespräch zur
Verfügung.
Bei der Wahl der richtigen Schule für ihr Kind sollten Sie vor
allem immer eines berücksichtigen :
Bildung kann ihr Kind überall und auf vielfältige Weise vermittelt
bekommen !
Wenn sie als Eltern aber mehr wollen und aber auch bereit sind sich
in den vorher genannten Grundsätzen zu engagieren, so heißen
wir Sie und vor allem Ihre Kinder hier herzlich willkommen. Zum Schluß
möchte ich einen Satz meiner letztjährigen Ansprache wiederholen
:
Die Würde
eines jeden einzelnen Menschen, die Achtung des anderen Menschen, egal
welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, Glaubens oder Nationalität
er ist, gegenseitige Toleranz, kreatives Miteinander und faire Auseinandersetzung
sind für uns unabdingbare Verhaltensweisen, die kommende Schüler
anerkennen sollten und versuchen sollten diese Regeln auch zu ihren
Maximen zu machen.
Und wenn
schließlich auch Sie als Eltern hinter solchen Grundsätzen
stehen und diese als wichtigste Grundlagen unserer Erziehung und Bildung
sehen, dann lassen Sie uns gemeinsam versuchen unsere Vision zu Realität
werden zu lassen.
Vielen
Dank.
Götz Schuricke
Vorsitzender des Elternbeirats
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