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MODUS-BRIEF 01/06

10.02.06

MODUS-Tag am 23.02.06:

Kooperatives Verhalten in der Schule

Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich wie andere Menschen durch ihre Erscheinung, ihr Verhalten, ihre Geschichte. Doch sie haben in der Regel ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Schule erfolgreich bestehen. – Lehrerinnen und Lehrer spüren und messen am Erfolg ihrer Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Erfolg. – Mütter und Väter ersehnen und erwarten von ihren Kindern, dass sie diesen Erfolg in der Schule erreichen, und fühlen sich selber erfolgreich, wenn ihre Kinder es sind. – Nichts scheint demnach näher zu liegen als die entschlossene Zusammenarbeit aller Menschen in der Schule, um den Erfolg in der Schule zu sichern. Und nichts scheint schwieriger zu bewerkstelligen als das komplizierte Zusammenspiel dieser Menschen auf ihrer Erfolgsspur. So zeigt die Auswertung der wissenschaftlichen MODUS-Begleitung, dass Schüler und Lehrer jeweils das Verhalten der anderen Gruppe ganz unterschiedlich einschätzen und bewerten.

Die gemeinsame Arbeit am MODUS-Tag kann uns dem gewünschten Erfolg ein Stück näher bringen, wenn wir uns offen die entsprechenden Fragen stellen:

Wie sieht kooperatives Verhalten bei Schülern, Lehrern, Eltern aus?
Welches Verhalten wünschen sich Lehrer von ihren Schülern?
Welches Verhalten wünschen sich Schüler von ihren Lehrern?
Welches Verhalten von Eltern hilft Schülern und Lehrern?
Gibt es einfache Regeln und Riten für das Geschehen in der Schule?
Wie gehen wir mit „schwierigen“ Schülern, Lehrern, Eltern um?
...


Das Auftakt-Referat „Pubertät in einer sich verändernden Gesellschaft“ des Psychologen Hans Hopf wird einen aufschlussreichen Impuls für unser Thema geben: „Schwierige Schüler“ sind nicht einfach „ungeeignete Schüler“.
Die Arbeitsgruppen werden sich an der Altersgruppe orientieren: Für jede Jahrgangsstufe soll es eine – nach Bedarf auch mehrere – Arbeitsgruppe geben, in der Schüler, Lehrer, Eltern zusammen oder auch getrennt die Situation am Max-Born kennzeichnen und nach Lösungen suchen. Die Ergebnisse werden als Protokoll (nach bewährtem Muster) oder als Plakat-Übersicht für den anschließenden Austausch veröffentlicht. Der Film „Rhythm is it“ führt ein Handlungskonzept vor, das stets ganz unterschiedliche Reaktionen bei den Zuschauern hervorgerufen hat, und sorgt vermutlich auch bei uns für heftige Diskussionen.

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Die neueste Ausgabe der Zeitschrift für Schulleitung und Schulverwaltung (Nr. 1/2006) enthält (zufällig?) drei Beiträge, die sich mit unserem Thema befassen:

Lutz Thomas, Kooperative Arbeit mit „schwierigen“ Schulklassen
Heinz-Werner Poelchau, Konflikte in der Schule: systematisch und zielgerichtet eine
Konfliktlösungskompetenz aufbauen
Bernd Jütten / Almuth Blanck; Verträge? Ja, Verträge!

Ein Kopier-Exemplar liegt im Fach von Werner Müller.

 

Zuständig für die Koordination der MODUS-Aktivitäten sind Werner Müller und Florian Sixt


MODUS-Brief 01/06