| Navigation: |
Raus aus der Schule, rein ins Labor
Germering, 19.12.2005 - Auf Einladung des Vereins MINT-EC reisten am vergangenen Donnerstag 5 Schüler des Max-Born-Gymnasiums aus Germering nach Berlin, um im Rahmen der Veranstaltung MINT300 in Forschungslaboren zu experimentieren und den Berufsalltag von Wissenschaftlern an Hochschulen, in Forschungseinrichtungen und Unternehmen kennen zu lernen. An dem dreitägigen Programm nahmen insgesamt rund 300 SchülerInnen und 70 Lehrkräfte von MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland teil, die aufgrund ihres herausragenden Niveaus in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in den Verein aufgenommen wurden. In den insgesamt 25 Kursen stellten die Schüler unter anderem flüssiges Helium her und untersuchten Quanteneffekte bei Niedrigsttemperaturen, erlernten die Grundlagen der Netzwerktechnik und experimentierten mit Solar- und Brennstoffzellen. Mit dabei war auch der Schüler Marcel Büssing (LK Mathematik, Klasse 12): „Besonders spannend fand ich den Workshop „Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung“ bei der DGZfP (Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung). Dort habe ich das Berufsfeld der Ingenieurwissenschaften kennen gelernt. Ich weiß nun sicher, dass ich nach dem Abitur ein technisches Studium aufnehmen möchte.“ Dr. Bernhard Keller, Vorsitzender des Vereins MINT-EC, hebt die Ziele der Veranstaltung hervor: „Hochqualifizierter Nachwuchs bildet die Grundlage einer konkurrenzfähigen Industrie-, Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Doch gerade im Bereich der Naturwissenschaften und Technik herrscht ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften, der für Deutschland einen erheblichen Standortnachteil bedeutet. Mit der Großveranstaltung MINT300 wollen wir deshalb Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik begeistern.“ Doch welche Berufe haben wirklich Zukunft, und welche Anforderungen müssen erfüllt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussionen, die die SchülerInnen mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsfelder und Karrierechancen führten. Mit Vertretern des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Unternehmen Deutsche Bahn AG, Deutsche Telekom AG und Siemens AG diskutierten SchülerInnen und Lehrkräfte außerdem über die Perspektiven von Bachelor- und Masterstudiengängen im MINT-Bereich. Doch nicht alles drehte sich um das Thema Beruf und Studium, es ging auch darum, Verantwortung zu übernehmen: So bot die Initiative Close the Gap den Schülern an, sich im Rahmen von Patenschaften für die MINT-Bildung in Afrika zu engagieren. Organisator der Veranstaltung MINT300 ist der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V., kurz MINT-EC. Sein Ziel ist es, mit innovativen Unterrichtskonzepten das Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern zu wecken. Als eine Arbeitgeberinitiative unterstützt MINT-EC Schulen mit Sekundarstufe II bei der Entwicklung eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Profils. Schulen, die sich durch ein besonderes Engagement im MINT-Bereich auszeichnen, werden als mathematisch-naturwissenschaftliche „Excellence-Center“ zertifiziert und in das MINT-EC-Netzwerk aufgenommen. Dieses umfasst heute bundesweit 83 Schulen. Die Veranstaltung MINT300 wird gefördert durch die Deutsche Bahn AG, Deutsche Telekom AG, Siemens AG und den Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative THINK ING.
Archiv |