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Projekt Suchtprävention

Ausgangssituation und Ziele

Suchtprävention ist ein Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule und soll die Einstellungen und Handlungskompetenzen fördern, die zu konstruktiven Lösungen alltäglicher Lebensprobleme wie auch zur Bewältigung schwieriger Existenzfragen beitragen.

Schulische Suchtprävention kann deshalb keine sporadische oder auf Drogen ausgerichtete Einzelmaßnahme sein. Sie ist ein pädagogisches Bemühen um die Entwicklung des Schülers und der Schülerin zu einer sich selbst vertrauenden und zu eigenverantwortlicher Lebensgestaltung fähigen Persönlichkeit.

Wenn Jugendliche sich darin üben, Belastungen standzuhalten, ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, sich entspannen und auch genießen zu können, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Suchtmitteln als Strategie der Problembewältigung greifen.

Konzept

Dem Projekt liegt ein integratives Konzept zugrunde, in das die Jahrgangsstufen 5 – 10 eingebunden sind. Dieses ist vernetzt mit allen schulischen Institutionen und Fächer übergreifend angelegt. Zusätzlich einbezogen werden externe Fachkräfte.

Umsetzung

Bei dem Projekt Suchtprävention handelt es sich um ein neues Projekt an unserer Schule; federführend verantwortlich sind die beiden Lehrerinnen Anna Böck und Barbara Westermayer. Mit dem Projekt sollen konsequent alle Suchtformen altersgemäß angesprochen und Strategien entwickelt werden, die nicht nur auf die Gefahren der Suchtformen abzielen,  sondern die Kompetenzen der Schülerin/des Schülers so stärken, dass eine potentielle Anfälligkeit gemindert wird. Sollte jedoch der Ernstfall eintreten, kennt die Schülerin/der Schüler bereits Ansprechpartner, bei denen sie/er sich Hilfe holen kann.

Kooperationen

Mit pro familia, dem Veranstalter von Klicksalat und dem Drogenbeauftragten der Polizei Germering bestehen bereits wertvolle Kontakte. Zur geplanten Durchführung des Projekts streben  wir eine Kooperation mit dem Landkreis Fürstenfeldbruck für Halt – hart am Limit, mit dem Sektenbeauftragen der Münchner Polizei und der Barmer Ersatzkasse an. Langfristig sind wir auch für die Präventionsangebote des Kreisjugendringes und lokale Veranstaltungen  aus dem Umfeld der Schule offen. Unsere Zielsetzung ist dabei, den schulischen Lebensraum mit dem häuslichen Umfeld zu vernetzen u.a. durch Kontakte mit den Jugendzentren und weiterführenden Schulen vor Ort.

Personaleinsatz

Der Personaleinsatz rekrutiert sich vorwiegend aus den Lehrkräften unserer Schule, die von externen Fachkräften und Mitgliedern des Elternbeirats unterstützt werden.. Eine besondere Qualifikation hat sich Frau Westermayer durch eine entsprechende Fortbildung erworben.
Im Aufbau befindet sich eine Schülergruppe zu Halt – hart am Limit.

Erfolg

Konkrete Erfahrungen liegen  bereits  für die Drogenberatung durch Herrn Schaumberger von der Germeringer Polizei vor. Das Feedback der SchülerInnen der 9. Jahrgangsstufe war durchwegs sehr positiv. SchülerInnen aus anderen Jahrgangsstufen bekundeten bereits großes Interesse an einer vergleichbaren Veranstaltung.
Ebenfalls erprobt ist Klicksalat in der 6. Jahrgangsstufe. SchülerInnen zeigten sehr großes Interesse und nachhaltige Einsicht in die Notwendigkeit eines sehr sorgfältigen Umgangs mit persönlichen Daten. Die abschließende Veranstaltung für interessierte Eltern war gut besucht. Das Methodentraining in den Jahrgangsstufen 5-7 hat sich nach Ansicht von Lehrern, Eltern und Schülern sehr bewährt und soll deshalb sukzessive bis in die 10. Jahrgangsstufe ausgebaut werden.
Die Veranstaltungen von pro familia sind seit einigen Jahren fest etabliert, weil es sich um ein ansprechendes Konzept handelt, das großen Anklang bei den SchülerInnen findet.
Noch nicht erprobt, aber für das Schuljahr 2009/10 fest geplant ist der Aufbau einer Schülergruppe in der 7. Jahrgangsstufe im Rahmen des Projekts Halt – hart am Limit. Dabei wird davon ausgegangen, dass jugendliche Projektleiter und –moderatoren  bei Gleichaltrigen als Ansprechpartner eine hohe Akzeptanz genießen.
Die Projekte zu Essstörungen, Rauchen und Sekten sollen in die bereits laufenden Aktivitäten integriert werden, um so nach Möglichkeit alle Suchtformen abzudecken. Im Bereich von Essstörungen soll ein neu entwickeltes Konzept der Barmer Ersatzkassen erprobt werden.

Nachhaltigkeit

Zu jedem Einzelprojekt einer Jahrgangsstufe erfolgt eine interne Evaluation, differenziert nach SchülerInnen und Eltern.

Gewährleistung der Realisierung

Die Projektdurchführung ist gewährleistet durch unser durchdachtes Konzept, die Verantwortung der federführenden Lehrkräfte, eine feste Terminvereinbarung mit den externen Partnern, durch entsprechende Zeitfenster im Ablauf des Schuljahres und die Anbindung an den Lehrplan.

Finanzierung

Gerade im Bereich der Suchtprävention und der Stärkung des Selbstwertgefühls von jungen Menschen darf keine Kosten-Nutzen-Relation hergestellt werden.
Die Finanzierung der externen Referenten und der notwendigen Fortbildungen ist in jedem Schuljahr neu zu stemmen. Neben einem möglichst gering zu haltenden Eigenanteil für SchülerInnen sind wir auf Spenden des Netzwerkes unserer Schule und des Elternbeirats angewiesen.
Deshalb sind uns Sponsoren jederzeit herzlich willkommen.

Kommunikation

Das Projekt Suchtprävention wird intern über die schulischen Gremien wie SMV, Lehrerkonferenz, Pädagogischer Tag mit schulinternen Fortbildungsveranstaltungen und Elternbeirat kommuniziert.

 

Anna Böck
Barbara Westermayer