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Projekt „Lebenskompetenz“

Ausgangssituation und Ziele

Die Vermittlung von Lebenskompetenzen ist ein Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule und soll die Einstellungen und Handlungsstrategien fördern, die zur konstruktiven Lösung alltäglicher Lebensprobleme wie auch zur Bewältigung schwieriger Existenzfragen beitragen.
Schulische Gewalt- und Suchtprävention kann deshalb keine sporadische oder ausschließlich auf Drogen ausgerichtete Einzelmaßnahme sein. Sie ist vielmehr ein pädagogisches Bemühen um die Entwicklung des Schülers und der Schülerin zu einer sich selbst vertrauenden und zu eigenverantwortlicher Lebensgestaltung fähigen Persönlichkeit.
Wenn Jugendliche sich darin üben, Belastungen standzuhalten, ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, sich entspannen und auch genießen zu können, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Suchtmitteln oder Gewalt als Strategie der Problembewältigung greifen.

Konzept

Dem Projekt liegt ein integratives Konzept zugrunde, in das die Jahrgangsstufen 5 bis 12 eingebunden sind. Dieses ist vernetzt mit allen schulischen Institutionen und fächerübergreifend angelegt. Zusätzlich einbezogen werden externe Fachkräfte.

Umsetzung

Bei dem Projekt Lebenskompetenz handelt es sich um ein neues Projekt an unserer Schule; federführend verantwortlich sind Frau Böck und Frau Westermayer. Im Rahmen dieser Veranstaltungen lernen die Schüler auch Ansprechpartner kennen, an die sie sich im Konfliktfall wenden können.

Jahrgangsstufenprojekte


Jgst.

Thema

Art der Veranstaltung

Ansprechpartner

5

Mobbing und Klassensituation

Doppelstunde im Rahmen des Methodentrainings

Fr. Frischkorn

5

Wie können Eltern ihre Kinder beim Lernen unterstützen?

Vortrag für die Eltern im Anschluss an den Elternsprechtag der 5. Klassen

Fr. Frischkorn

6

„Klicksalat“

Medien-Sicherheitstraining;
Schülerveranstaltung (3 € Beitrag der Schüler) und Abendveranstaltung für die Eltern (Kostenübernahme durch den Elternbeirat); am Schuljahresende

Hr. Kabierske

6

Umgang mit Konflikten

Doppelstunde im Rahmen des Methodentrainings

Fr. Schwarzmaier

6

Umgang mit Erfolg und Misserfolg

Vortrag für die Jahrgangsstufe

Fr. Frischkorn

7

Essstörungen

Informationsveranstaltung,
Doppelstunde
(Budget der Schule)

„Therapienetz Essstörungen“

7

Stellung des Einzelnen in der Klasse

Workshop, ein Vormittag

Sozialpädagoge

7

Netzangriff

Doppelstunde:
DVD (45 Min.) und Diskussion

Vertretungsstunde

8

Partnerschaft und Sexualität

Workshop am Schuljahresende (3 € Beitrag der Schüler)

Pro Familia

8

Sozialkompetenz

ein Tag im Klettergarten mit pädagogischer Vor- und Nachbereitung
(Eigenfinanzierung durch die Schüler)

Klettergartenteam,
Klassenleiter,
Sportlehrer

8

Problematische Gruppen
(z. B. Sekten)

Einzelstunden
(Budget der Schule)

Sektenbeauftragter der Münchner Polizei

9

Drogenprävention

Schülerveranstaltung und Abendveranstaltung für die Eltern (Budget der Schule)

Hr. Schaumberger
Jugend-Kontaktbeamter der Polizei Germering

10

HIV-Infektion und weitere Geschlechtskrankheiten

Vortrag an der LMU am Schuljahresende (kostenfrei)

Hr. Dr. Zippel

10

Schwangerschaft;
verantwortungsbewusster
Umgang mit Alkohol

Infostand (kostenfrei)

Gesundheitsamt des Landratsamtes FFB

10

Schuldnerberatung

Vortrag (kostenfrei)

Caritas Germering

11/12

Besinnungstage

drei Tage in Fürstenried,
Selbstbild, Orientierung
(Eigenbeteiligung der Schüler)

Team des Pädagogischen Zentrums Fürstenried

5-12

Wo-De

Wochenendworkshop,
Sicherheitsschulung zu Selbstbehauptung Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstverteidigung in Notsituationen
(Eigenbeteiligung der Schüler)

Elternbeirat

Wir kooperieren mit dem Landkreis Fürstenfeldbruck im Projektes „Halt – hart am Limit“ und mit der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern beim europaweiten Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be smart – don´t start“ (6. – 8. Klassen).

Personaleinsatz

Der Personaleinsatz rekrutiert sich aus den Lehrkräften unserer Schule, die von externen Fachkräften und Mitgliedern des Elternbeirats unterstützt werden. Eine besondere Qualifikation hat sich Frau Westermayer durch eine entsprechende Fortbildung erworben. Sie wird von einer Schülergruppe „Prävention“ unterstützt, die sich aus Teilnehmern der 6. bis 10. Jahrgangsstufe zusammensetzt.

Kontinuität und Nachhaltigkeit

Zu jedem Einzelprojekt erfolgt eine interne Evaluation, differenziert nach Schülern und gegebenenfalls Eltern, die von der Schülergruppe „Prävention“ durchgeführt und ausgewertet wird.
Der Erfolg des Projekts wird gefördert durch unser differenziertes Konzept, die Verantwortung der federführenden Lehrkräfte, eine feste Terminvereinbarung mit den externen Partnern, durch entsprechende Zeitfenster im Ablauf des Schuljahres und die Anbindung an den Lehrplan.

Finanzierung

Gerade im Bereich der Suchtprävention und der Stärkung des Selbstwertgefühls von jungen Menschen darf keine Kosten-Nutzen-Relation hergestellt werden. Die Finanzierung der externen Referenten und der notwendigen Fortbildungen ist in jedem Schuljahr neu zu stemmen. Um den Eigenanteil für die Schüler möglichst gering zu halten, sind wir auf Spenden an das Max-Born-Netzwerkes oder den Elternbeirat angewiesen. Außerdem sind Sponsoren jederzeit herzlich willkommen.

Kommunikation
Das Projekt „Lebenskompetenz“ wird intern über die schulischen Gremien wie die Lehrerkonferenz, die SMV und den Elternbeirat sowie bei schulinternen Fortbildungsveranstaltungen, z. B. dem Pädagogischen Tag, bekannt gemacht.

 

Anna Böck, Barbara Westermayer