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Siemens Hauptversammlung vom 25.01.2007
Am morgen des Geschehens berichtete die Welt von einer bevorstehenden „turbulenten Hauptversammlung“, da sich einige Mitglieder der Chefetage, also von Vorstand und Aufsichtsrat, in verschiedene Skandale verwickelt hätten und sie deshalb, durch ihre Fehlfunktion, mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Vielzahl der Aktionäre nicht entlastet werden würden. Das hat unserem interessierten Wirtschaftsleistungskurs, des Max-Born-Gymnasiums, die beste Grundlage geboten sich in das Getümmel der Hauptversammlung zu stürzen. Durch unseren Lehrer Herrn Ankenbrand hatten wir die richtigen Beziehungen, um an Eintrittskarten zu gelangen. Um kurz vor zehn stiegen wir aus der vollkommen überfüllten U-Bahn am Olympiazentrum aus und machten uns mit schnellem Schritte auf den Weg Richtung Olympiahalle, da Herr Dr. von Pierer die Hauptversammlung mit einer Eröffnungsrede um 10 Uhr beginnen wollte.
Trotz der angebrachten Lautsprecher im Eingangsbereich, konnte man von der Rede nicht viel mitbekommen, da die Geräuschkulisse des Getümmels zu laut war. Einige Besucher waren über die strengen Sicherheitsvorkehrungen und das daraus entstehende lange Warten erzürnt. Die Sicherheitskontrollen gingen sogar so weit, dass auch essentielle Dinge, wie Nasensprays, Wasserflaschen und Äpfel abgenommen wurden. Als wir dann endlich in das Innere der Olympiahalle vorgedrungen waren, wurden wir gleich in den Kampf um das Essen und Trinken verwickelt, da sich die Leute um das kostenlose Essen fast prügelten, als wäre eine Hungersnot ausgebrochen. Schließlich spalteten wir uns unfreiwillig auf, da wir uns in dem Gedränge verloren. So suchten die einzelnen Gruppen nach Sitzplätzen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Da jedoch an vielen Stellen Fernseher und Lautsprecher installiert waren, konnte man das Geschehen, welches sich auf der Bühne abspielte mitverfolgen. Zu Beginn der Hauptversammlung haben der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. von Pierer und der Vorstandsvorsitzende Herr Dr. Kleinfeld das Geschäftsjahr 2006 beurteilt. Die wirtschaftlichen Aspekte haben sie als hocherfreulich dargestellt, wobei sie die negativen Vorkommnisse des vergangenen Jahres in den Hintergrund stellten. Nachdem sie eine halbe Ewigkeit über ihre Anliegen philosophiert hatten, kamen die Aktionärsredner zu Wort, welche auch die Chance nutzten um ihren Unmut kund zu geben. Letztendlich wurde der Vorstandschef nur mit 71 Prozent und der Aufsichtsratchef mit 66 Prozent entlastet. Dies war für diese natürlich ein Schlag ins Gesicht, wenn man bedenkt, dass sonst Zustimmungsquoten von weit über 90% üblich waren. Für uns war es eine interessante Erfahrung, an einer Hauptversammlung eines so großen Unternehmens teil nehmen zu dürfen. Nikola Richter, Fabian Janisch, LK KI |