Fachvortrag von Jürgen Biffar im Wirtschafts Leistungs-Kurs
Am Montag, den 2.10.2006 besuchte der Vorstand der DocuWare AG, Jürgen
Biffar, den Wirtschafts LK von Herrn Ankenbrand am Max-Born-Gymnasium.
Jürgen Biffar ist als Vorstand der DocuWare AG verantwortlich
für die Bereiche Finanzen und Produkt.
Die 1988 gegründete DocuWare AG ist heute in über 50 Ländern
vertreten und hat bereits über zehntausend Kunden, sie erzielt
einen jährlichen Umsatz von ca. 10 Millionen Euro.
Herr Biffar berichtete uns kurzweilig und beispielhaft von seinen
vielen Aktivitäten, die er seit seiner Schulzeit sowohl innerhalb
als auch außerhalb der Schule durchführte.
Am MBG war er Tutor, als Schülersprecher initiierte er eine Schulpulliaktion,
als Jugendleiter im Sportverein plante und organisierte er Veranstaltungen
und erhielt mit diesen Aktivitäten neben ersten Erkenntnisse
für unternehmerisches Handeln auch wertvolle Erfahrungen im sozialen
Umgang.
An der LMU vermisste er den zeitgemäßen Einsatz von Computer
und engagierte sich in der Studentenvertretung erfolgreich für
deren Anschaffung. Sehr spannend war diese Schilderung auch deswegen,
weil sie uns zeigte, wie man mit einem schlüssigen Konzept erfolgreich
Tradition und “Eingefahrenes“ für innovative Ideen
öffnen kann.
Im elterlichen Betrieb stellte er Mitte der 80er Jahre die Probleme
fest, die sich bei der Dokumentenverwaltung ergaben und kam so auf
die Idee, alle Dokumente digital zu erfassen und zu archivieren, um
somit den Geschäftsablauf zu vereinfachen.
Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss seines kaufmännischen Universitätsstudiums
griff er diese Idee erneut auf und gründete im Jahr 1988 gemeinsam
mit ehemaligen Mitabiturienten die bis heute bestehende DocuWare AG.
Vom Bangen um den ersten Kredit, den Differenzen zwischen Soll und
Ist beim ersten Business-Plan, ungeplanten „Abstürzen“
bei Präsentationen auf der Cebit bis hin zum solide dastehenden
Unternehmen schilderte uns Herr Biffar seinen spannenden Werdegang
zum erfolgreichen Unternehmer.
Und er gab uns Schülern Tipps, wie man im heutigen Berufsleben
Firmen und insbesondere deren Personalchefs auf sich aufmerksam machen
kann.
So ist es, neben einem guten Abschluss, sehr wichtig, sich durch inner-
wie auch außerschulische Aktivitäten, beispielsweise dem
Mitwirken in der SMV, der Arbeit als Tutor oder durch die Leitung
einer kirchlichen Jugendgruppe, zu profilieren. Das zeige Engagement
und die Bereitschaft, über das Erforderte hinaus Leistung zu
erbringen. Gerade im heutigen Wirtschaftsleben mit der schlechten
Arbeitsmarktsituation ist so etwas von größter Wichtigkeit.
So gab er auch den Tipp, einen der üblichen Schülerjobs,
wie das Kassieren im Supermarkt, nicht nur als Job zu betrachten,
sondern als Chance, etwas über das Geschäftsleben und die
Geschäftsabläufe zu erfahren.
Die Resonanz innerhalb der Schülerschaft war durchweg positiv,
so waren die Schüler auch bereit, über die Unterrichtszeit
hinaus in der Schule zu bleiben, um sich den Vortrag anzuhören.
M. Gratza und K. Weisser
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