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Zündende Versuche in Grundschulen

Elftklässler des Max-Born-Gymnasiums unterrichten Physik für Schüler der Kleinfeld-, Kirchen- und Theresen-Grundschule

Teilnehmer des P-Seminars des Max-Born-Gymnasiums „Physik in Kindergarten und Grundschule“ unterrichten zur Zeit unter Anleitung ihres Seminarlehrers Eckart Werner-Forster Schüler von drei Germeringer Grundschulen im Fach Physik.

Physik imKiGa

 

Sie verfolgen das Ziel, die Begeisterung zu fördern, die die Dritt- und Viertklässler für naturwissenschaftliche Erscheinungen und ihre Erklärung mitbringen. Dies geschieht mit Hilfe von fesselnden Experimenten aus den Themenbereichen Schall und Luft, welche von den „Lehrer“teams des Seminars eigenständig vorbereitet und ausgearbeitet wurden.

So erleben die Kinder im Projekt „Luft und Schall“, dass mit Hilfe einer selbst gebauten Trommel aus Joghurtbechern eine Kerzenflamme aus 20 cm Distanz ausgepustet werden kann.

Dafür setzten sich die Seminaristen mit Fragen auseinander wie: Welches wissenschaftliche Thema wählen wir? Welche Experimente sind für die Kinder faszinierend und zugleich verständlich? Welche Erklärungen sind sowohl kindgerecht als auch physikalisch korrekt?
Für die 10 engagierten Schüler der 11. Klasse bietet das Seminar Gelegenheit, in den Lehrerberuf hinein zu schnuppern und pädagogische Erfahrungen zu sammeln. Diese sollen ihnen bei ihrer Berufswahl helfen.

Nach sorgfältiger Vorbereitung waren die Teams im Februar bereit für die erste selbst durchgeführte Unterrichtsstunde. „Das Schema ist einfach“, erläutert Vanessa Weiß, die im Organisationsteam des Seminars mitarbeitet: Zuerst führen die „Lehrer“ ein Experiment vor, um die Kinder in das Thema einzuführen. „Wir lassen die Kinder fühlen, dass es stets Vibrationen sind, die Schall erzeugen, indem sie ihre Hand vor eine Vuvuzela halten“, erklärt Christina Zou vom MBG. Anhand ihrer Erfahrungen wird ein wissenschaftliches Modell entwickelt. Mit Hilfe eines weiteren Experiments, bei welchem die Kinder selbst mitwirken dürfen, wird das Modell vertieft. Den Höhepunkt bildet ein Experiment zum selber machen, mit dessen Erklärung das Erlernte gefestigt wird. „Die Schüler telefonierten mit Begeisterung mit ihren selbst gebastelten Schnurtelefonen“, berichtet Vivienne Broeze.

Physik im KiGa


Die Elftklässlerin erklärte den Grundschülern, dass durch die Vibration ihrer Stimme die Teilchen in der Schnur angestoßen werden, die Stöße die Schnur entlang wandern und so der Schall zum Ohr ihres Partners am anderen Ende der Schnur gelangt. „Dass man ein solches Telefongespräch belauschen kann, indem man seine Schnur anknüpft, hat die Fantasie der Kinder enorm befeuert“, beobachtete Werner-Forster.

Die Anfrage des Organisationsteams des Seminars an die Grundschulen wurde bei den Lehrerinnen Regina Strobl der Kleinfeldschule und Elfriede Höchbauer von der Kirchenschule mit Begeisterung angenommen. Auf Grund der positiven Resonanz unterrichten die Seminaristen zur Zeit acht weitere Klassen der Theresen-Grundschule und der Kirchenschule bei deren Schnupperbesuch am Max-Born-Gymnasium, bei dem die Kinder auch von Schulleiter Dr. Robert Christoph begrüßt werden.
Die Schüler hätten die Naturwissenschaft als begeisternd erlebt, so Weiß. „Vielleicht hilft dieser Einblick in eine gymnasiale Unterrichtsstunde auch bei der schwierigen Schulentscheidungsfrage.“

Von Vanessa Weiß und Stefanie Segerer (Organisationsteam des Seminars)