Schüleraustausch mit Aigrefeuille 2011
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Am 24. März ging es los. Bereits um sechs Uhr morgens trafen wir uns am Hauptbahnhof, und schon saßen wir 39 Schüler der 8. und 9. Klassen im TGV nach Paris. Recht viel weiter als bis zur Grenze kamen wir zunächst nicht, denn die Gleise waren von einer vom Zug überrollten Schafherde blockiert. Das brachte uns eine Stunde Verspätung. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt durch Paris durften wir noch ein paar Stunden die Stadt erkunden, bevor es weiterging Richtung Nantes. Bei der Ankunft fast 13 Stunden später wurden wir schon fieberhaft von unseren Gastfamilien erwartet.
Am nächsten Tag ging es zum ersten Mal in die französische Schule, das Collège d’Aigrefeuille sur Maine. Die Schule ist zwar klein, aber sehr schön und modern eingerichtet. Nach einer Schulführung und einem gemeinsamen französischen Frühstück gingen wir – wie fast jeden Tag – in kleinen Gruppen in den Unterricht. Am Mittag gab es Mensaessen: Salat, DREI Stücke Baguette (aber wehe man nimmt mehr J ), ein Stück Käse und dann kam das Hauptgericht: Zwiebelpüree, Bohnen und Buletten. Mmmmhh…..
Am Nachmittag folgte dann unser großer Auftritt: um die deutsche Sprache und Kultur zu promoten, gaben wir die Spider Murphy Gang, die Ärzte und – wie es sich für echte Germeringer gehört – die Sportfreunde Stiller zum besten und spielten den Schülern der Sixième ein paar lustige Sketche vor.
An den anderen Tagen machten wir zahlreiche Ausflüge: einer ging mit dem Bus nach Clisson, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Nantes. Dort veranstalteten wir eine spannende Stadtralley. Den nächsten Tag verbrachten wir in Nantes, wo wir eine sehr interessante Stadtführung von einem Lehrer des Collège bekamen und anschließend das Château des Ducs de Bretagne besichtigten. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung (die meisten haben ihn mit Shoppen verbracht J).
Außerdem stand zusammen mit unseren Austauschpartnern ein Ganztagesausflug zu einer Saline, einem Salzgarten, auf dem Programm. Dort bekamen wir von einer ausgewanderten Deutschen eine unglaublich spannende Führung und mussten leider bei strömendem Regen durch die Salzfelder stiefeln. Wir haben auch viel gelernt, wie zum Beispiel, dass es „Trä“ und „Bä“ gibt und wie Salz gewonnen wird. Zum Schluss konnten wir noch echtes Fleur de sel probieren und auch kaufen. Es ist wirklich beeindruckend, wie dieses Salz gewonnen wird.
Wie auch die Franzosen hier in Deutschland wurden wir in Aigrefeuille vom dortigen Bürgermeister empfangen. Zu echten LU caramel au beurre salé stellte uns „seine“ Stadt vor, ihre Schulen, die Freizeitaktivitäten und vieles mehr und verlieh uns zum Abschied die Medaille der Stadt Aigrefeuille.
Mit vielen neuen Erfahrungen und Geschichten sind wir dann zehn Tage später in den TGV nach Hause gestiegen. Mit den Worten „Bon voyage“ haben wir uns endgültig von unseren Gastfamilien verabschiedet. Hoffentlich sieht man sich bald wieder….
Sophie Dietl und Sophie Stößlein, 9a
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