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Internationales Seminar klub-net in Werftpfuhl (Berlin)

Sonntag, 9.5.04:

Jaja unser erster (halber) Tag....... Nach einer anstrengenden aber trotzdem sehr amüsanten Zugfahrt ? kamen wir verspätet (statt 17.30 erst um ca. 21.00) in Werftpfuhl (totales Kaff) an. Als wir das Grundstück der Jugendbildungsstätte betraten, waren wir erst geschockt. Wörter bzw. Sätze wie „Oh mein Gott ich will heim“ „Hilfe ein Gefängnis“ oder einfach nur „Schei...“ wurden immer häufiger und lauter. Oh ja, wir gebens zu: wir hatten Angst ?. Nachdem wir endlich den Eingang (andere Seite des Gebäudes) erreicht hatten, wurden wir erst einmal von Elke (Leiterin des Seminars) begrüßt und zum Essen geschickt (juhu sie hatten uns tatsächlich etwas übrig gelassen). Nachdem wir wussten in welchen Zimmern wir wohnen würden, ging es erst mal zu den Kennenlernspielen (ehrlich gesagt nicht ganz freiwillig), in die wir natürlich hineinplatzten. Zunächst musste jede Gruppe (immer 2 Schüler/innen und 1 Lehrer/in) aufstehen und sich, während ein Streichholz brannte, vorstellen. Hört sich etwas speziell an, ist allerdings recht lustig, wenn man bedenkt, dass sich viele dabei ihre Finger verbrannt haben. Da jeder natürlich in seiner Landessprache geredet hat, musste das ganze natürlich übersetzt werden, was 2 reizende Damen hervorragend gemeistert haben. Viele verbrannte Hände und einige Zeit später waren wir endlich erlöst und durften uns noch einen schönen Abend machen. Die Auswahl war ausreichend: draußen rumschwirren (allerdings nur auf dem Grundstück), ins Bett legen, auf den Balkon setzen, Billard spielen oder einfach nur versuchen, sich mit den anderen Schülern zu verständigen, was leichter ging als vorher angenommen.

Montag 10.5.04:

Schlaftrunken trotteten wir mit unseren Mitbewohnern zwischen 8 und 9 Uhr morgens zum Frühstuck – dann: „wow“, totale Begeisterung – „des schmeckt ja super“. Nach unserem Frühstück bekamen wir leider die Bestätigung, dass die Abkürzung „Wup“ auf unseren Programmplänen für Warm-up steht. Als wir auch das überlebt hatten, wurde erst einmal in der Sporthalle das Programm vorgestellt, Regeln aufgestellt, sowie die Lehrer von den Schülern getrennt Wir Schüler spielten Vertrauensspiele.
Nach einem leckeren Mittagessen ging es ab 14.15Uhr darum, sein eigenes Schülerclub-Projekt anhand von Photos, Power Point Präsentationen, Poster o. ä. vorzustellen (bei uns also das Projekt mit Ra?iborz, Kartuzy, Cheb) . Als wir das hörten, wurde uns ganz mulmig zumute...( „Was? Wir sollten hier was vorstellen? Warum wissen wir denn nichts davon?“). Wir wurden sozusagen damit voll überfordert und waren natürlich echt geschockt zu sehn, was andere Klubs für riesige Plakate&Co. vorbereitet hatten.
Die Lehrer hatten die Aufgabe, Projektgruppen zu bilden.. Nachdem jeder seine Favoritennummer auf einen Zettel geschrieben und abgegeben hatte, wurden die Projekte mit Uhrkunden ausgezeichnet. Nach einem leckeren Abendessen begann die großartige Vernisage einer deutschen Gruppe, die sich hauptsächlich mit dem Elend der Menschen beschäftigte.

Dienstag 11.5.04:

Nach dem Frühstück und dem Wup ging es wieder zu Workshops. Diesmal für uns Schüler mit dem Thema: „Kommunikation“, in dem wir überlegen sollten, wie eine Kommunikation aufgebaut ist. Dazu gab es nochmals separate Gruppen:
1. Wissenschaftler
2. Theatergruppe (wie funktioniert eine schlechte Kommunikation)
3. Theatergruppe (wie funktioniert eine gute Kommunikation)
Das Thema der Lehrer war: „Lenken ohne zu leiten“.
Im Anschluss unseres Mittagessens mussten wir Schüler unsere Ergebnisse vortragen und allgemeine Kommunikationsregeln festlegen, die von jedem befolgt werden sollten.
Zum Abschluss des Abends gab es noch einen Besinnungsabend, wo sich die Beteiligten in die Turnhalle setzten und Räucherstäbchen anmachten. Mehr können wir euch leider nicht sagen, da wir (genau wie ca. 90%aller Schüler und Lehrer) nicht daran teilgenommen haben und uns lieber selbst einen schönen Abend machen wollten.

Mittwoch 12.5.04:

Ja das war ein ganz besonderer Tag......
Schon alleine deshalb, weil es um 6.45Uhr schon Frühstück gab. Um 7.30Uhr ging es nämlich los nach Berlin, und da wir in Werftpfuhl wohnten, bedeutete das eine Busfahrt von 45-60min. In Berlin angekommen wurden wir erst mal zum Reichstag gelotst. Dort wartete die Bundestagsabgeordnete Frau Schwall-Düren auf uns. Sie erzählte uns etwas über Politik im Allgemeinen, ihren Beruf, ihre dazugehörigen Aufgaben und beantwortete jede Frage in Ruhe und gelassen (Respekt!).
Ab ca. 10.30Uhr machten wir mit unseren Bussen eine Stadtrundfahrt. Wir fuhren durch Gassen und natürlich zu vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. entlang der Berliner Mauer (oder eher gesagt deren Überreste), Brandenburger Tor....... Nach ca. 2 Stunden durften wir aussteigen und uns (mit einer Tageskarte für die S-Bahn bewaffnet) noch einen restlichen schönen Tag machen.
Um 19.00Uhr haben wir uns dann wieder an der S-Bahn getroffen. Natürlich voller Erwartungen, da uns nur gesagt wurde dass es eine Überraschung geben wird. Unsere Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht. Wir wurden auf ein Boot geführt, auf dem uns in einer super Atmosphäre ein tolles Buffet erwartete. 2-3 Stunden später fielen wir nach diesem anstrengenden aber auch tollen Tag todmüde ins Bett.

Donnerstag 13.5.04:

Nach dem Frühstück und unserem „geliebten“ Wup mussten sich die Lehrer mit dem Thema „Projektgruppenarbeit“ und wir Schüler mit „Öffentlichkeitsarbeit &Projektmanagement“ auseinandersetzen.
Nach dem Mittagessen mussten wir erneut Wup über uns ergehen lassen. Danach ging es dann weiter in unseren Workshops.
Um ca.19.00Uhr kam dann endlich unser lang ersehntes Lagerfeuer dran. Dazu versammelten sich alle hinterm Haus bei einer ...sagen wir mal.. „Natur-Grillstelle“. Wir hatten einen riesen Spass. Manche spielten auf der Gitarre und viele sangen. Das Problem war dabei nur, dass alle natürlich nur bei den Liedern mitsingen konnten bei denen sie etwas verstanden ?. Aber egal. Haben dann auch noch Pizzateig über dem Feuer schmoren lassen. Wie auch immer, wir hatten auf jeden Fall eine mords Gaudi!!!

Freitag 14.5.04:

Tja unser letzter Tag.......
Sind natürlich erst mal kräftig frühstücken gegangen und dann voller Motivation zu unserem Wup.
Im Anschluss ging es dann weiter mit unseren Projektgruppen vom Donnerstag. Nach dem Mittagessen gab es wieder Wup. Als wir damit fertig waren gab es zunächst die Vorbereitung der Ergebnispräsentation und als zweites die Gesamtauswertung.
Doch dann kam eine wirklich einfallsreiche und nette Überraschung von allen Lehrern und Betreuern.
Die Aufgabe war, dass sich immer drei Leute (am besten 1 Pole,1 Tscheche,1Deutscher) an den Handgelenken zusammenbinden um dann auf dem gesamten Grundstück die Lehrer zu suchen. Doch ein Handicap gab es noch zusätzlich. Die Lehrer durften uns Aufgaben stellen, welche wir absolvieren mussten, um ihre Unterschrift zu bekommen. So kam es auch schon mal vor, dass man ein paar Köpfe aus den Fenstern hängend sehen konnte, die dann eine Minute lang „Quark, quark, quark.....“ sagen mussten. Was auch sehr lustig war, war den ganzen Leuten beim Karaoke zuzuhören.
Ab ungefähr 20.00Uhr gab s dann noch eine kleine Abschiedsdisco im Keller (natürlich auch wieder mit Karaoke. Allerdings freiwillig).

Samstag 15.5.04:

ABFAHRT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
So schnell kann es gehen. Kaum angekommen und gleich wieder heim fahren.
Nachdem alle gefrühstückt, alles saubergemacht und ihre Lunchpakete geholt hatten, verließen immer mehr die Jugendbildungsstätte. Wir waren mit 2 anderen deutschen Gruppen die Letzten, die abreisten. Sind dann bis zum Hauptbahnhof gefahren, wo wir zuerst natürlich gleich noch zum McDonald rein sind. Is eh klar!!!!!!
Dort haben wir dann (total unerwartet) nochmals unseren polnischen Partnerklub aus Ra?iborz getroffen. Als wir dann später auf unseren Zug gewartet haben, haben wir sie, sowie andere Polen vom Seminar nochmals getroffen (tja Zufälle gibt’s). Tja und dann gings ab in den Zug mit einer deutschen Gruppe des Seminars, welche etwas später umgestiegen sind.
Tja und dann...dann sind wir nach einer netten Zugfahrt wieder in München angekommen.


Es war wirklich ein sehr nettes und v.a. interessantes Treffen. Wir haben viele neue Klubs kennen und lieben gelernt. Es ist einfach sehr hilfreich gewesen, da die meisten Klubs schon seit Jahren bestehen und uns natürlich einige Tips geben konnten. Wir hatten alle sehr viel Spass und hoffen natürlich, (am besten mit allen zusammen) auf ein baldiges Wiedersehen.