Aus Schülern werden IngenieureVier Schülerinnen des Max-Born-Gymnasiums Germering fuhren zur Aktion MINT 300 nach Berlin
Auf Einladung des Vereins MINT-EC (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) reisten vom 18. – 20. Dezember 2003 vier Schülerinnen des Max-Born-Gymnasiums Germering nach Berlin. Die insgesamt rund 300 Schüler und 70 Lehrer kamen von Schulen, die als Excellence-Center vom Verein MINT-EC zertifiziert sind. Der Verein widmet sich tatkräftig der Förderung von Nachwuchsingenieuren und Mathematikern. Schülerin Katharina Gill: „Für mich war der Workshop an der HU Berlin mit vielen verschiedenen Experimenten aus der Physik besonders interessant und hat mir einen Einblick in das „Unileben“ gegeben.“ Auch Bea Hellmich, die an der FU Berlin der Frage „Warum sind Seifenhäute bunt“ nachging, würde eine solche Veranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen, da „man außerschulisch etwas lernt, was man dann wieder innerschulisch anwenden kann.“ Insgesamt versammelten sich mehr als 300 Mädchen und Jungen aus 80 Schulen in der Hauptstadt zu einem bunten Programm rund um Technik und Informatik. Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt hielt die Eröffnungsrede zum Thema „Warum braucht Deutschland mehr MINT-Nachwuchs?“ „Der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs in Technik- und Naturwissenschaften gefährdet die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft“, betonte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt. „Hier entwickelt sich ein Standortproblem ersten Ranges, das uns im internationalen Wettbewerb entscheidend zurückfallen lässt, weil es zunehmend auf die Kapazitäten in den Bereichen Bildung und Forschung ankommt“, erklärte Hundt weiter. Drei Tage lang diskutierten die angehenden Naturwissenschaftler mit Experten aus Wissenschaft und Unternehmen über Ausbildung, Berufe und Perspektiven. Die Schülerinnen und Schüler machten aber auch praktische Erfahrungen, sie arbeiteten an Versuchen oder an laufenden Projekten mit und konnten sich so einen Eindruck von der realen Berufswelt machen. Beispielsweise wurde am Informatikinstitut der Freien Universität Berlin gezeigt, wie Roboter Fußball spielen können, an der HU Berlin wurde den Schülern erklärt, warum Seifenhäute bunt sind, bei der Siemens AG bestückten und löteten die Schüler kleine Elektronik-Blinkplatinen. Die Beschreibung der insgesamt 40 Veranstaltungen findet man im Internet unter www.mint-ec.de. Der Verein MINT-EC, der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V., will mit seinem Engagement die Begeisterung für die Naturwissenschaften im einstigen Mutterland der Ingenieure und Tüftler neu wecken. An zahlreichen Schulen überall in Deutschland fördert diese Initiative der Arbeitgeber deshalb die Beschäftigung mit den Naturwissenschaften. MINT300 wurde gefördert durch die Deutsche Bahn AG, Deutsche Telekom AG, Siemens AG sowie den Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative Think-Ing.
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