Jugend forscht 2002


Umwelteinflüsse auf Samen
Auswirkungen auf Keimung und Wachstum

Christina Hausmanns

 

 

 

Kurzfassung

Diese Arbeit zeigt, dass sich Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, radioaktive Strahlung und die Konzentration von Zinksulfat auf das Wachstum und die Entwicklung von Kräuterkeimlingen auswirkt.

Zunächst konnte nachgewiesen werden (Versuch 1), dass Leitungswasser offenbar Nährstoffe enthält, die für das Wachstum der Pflanze von Bedeutung sind. Werden die Samen dagegen mit destilliertem Wasser, welches diese Nährelemente nicht aufweist, gegossen, können sie zwar trotzdem gedeihen, erfahren aber Einschränkungen in der Länge des Sprosses, der Wurzel und der Wurzelhärchen.

Das Spurenelement Zink ist zwar in sehr geringen Mengen wichtig für die Pflanze, bei zu hoher Konzentration beeinträchtigt es allerdings die Pflanze und kann sie sogar absterben lassen. Die Zugabe von 1 ml 100 ppm- Zinksulfatlösung (Versuch 2) reicht aus, um das Wachstum der Pflanze erheblich zu hemmen.

UV-Strahlung hingegen wirkt sich in den durchgeführten Versuchen (Versuch 3) positiv auf die Keimlinge aus; das Wachstum der Pflanze, die Anzahl und die Dichte der Wurzelhärchen sind größer als bei den Vergleichsproben mit Wasser. Da Samen, die vor der Bestrahlung 60 Minuten in Wasser "eingeweicht" wurden, geringer wachsen als die trocken-bestrahlten, liegt die Vermutung nahe, dass die Samenhüllen die Samen zu-nächst vor der Strahlung schützen. Dieser Schutz geht durch das Einweichen der Samen im Wasser anscheinend - zumindest teilweise - verloren.

Auch bei radioaktiver Bestrahlung (Versuch 4) fallen das Wachstum und die Länge und Menge der Wurzelhärchen größer aus, obwohl radioaktive Strahlen bei Pflanzen Schäden, z.B. Brüche in den DNA-Strängen verursachen. Es könnte sein, dass diese Brüche noch nicht erfolgt sind oder dass die verwendeten Keimlinge gegen radioaktive Strahlen resistent sind.

Christina Hausmanns
christinahausmanns@web.de