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1.
Einleitung
Kräuter
sind in der Heilkunde seit diese existiert ein wichtiges Element.
Das liegt an ihren Inhaltsstoffen, den ätherischen Ölen.
Der Name „Öl“ mag irritieren, denn mit Öl,
d.h. mit Triglyceriden im chemischen Sinne haben sie nichts zu
tun. Ätherische Öle sind Gemische aus verschiedenen
alipathischen und aromatischen Verbindungen:
z.B. Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Säuren,
Ester, Phenole, Lactone, Chinone, Terpene etc.
Die
ätherischen Öle werden in derPflanzen in besonders dünnwandigen
Zellen, den Ölzellen, an der Oberfläche gebildet.
In Wasser sind ätherische Öle nur sehr wenig löslich,
inAlkohol, Benzol und Ether dagegensehr gut.
Anfangs
versuchte man diese Wirkstoffe der Pflanzen mit recht einfachen
Methoden zu gewinnen:
1.
als Tee/Sud; aufkochen oder überbrühen mit Wasser
2. durch Mazeration; mehrwöchiges Einlegen in pflanzliche
Öle, anschließend abfiltrieren
3. durch alkoholischeAuszüge; mehrwöchiges Einlegen
in Ehtanol, danach abfiltrieren
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Alle
diese Verfahren haben den Nachteil, dass die Naturstoffe nur in
geringen Mengen oder gar Spuren ausgelöst werden. Die ätherischen
Öle haben aber die Eigenschaft, sich durchWasserdampf verflüchtigen
zu lassen. So entwickelte man, um eine größere Ausbeute
zu erhalten, als geeignetste und schonenste Methodedie Wasserdampdestillation
zur Gewinnung von ätherischen Ölen. IhrPrinzip wird
in dem Kapitel „Material und Methoden“ genauer erklärt.
Bei der Destillation erhält man ein Gemisch aus verschiedenen
Naturstoffen, die man mittels Chromatographie auftrennt.
Für
meine Arbeit habe ich mir drei bestimmte Naturstoffe ausgesucht,
die ich isolieren möchte:
a) Tymol aus Thymian
b) Anethol aus Anissamen
c) Trimyristin aus der Muskatnuss
Um
an diese Stoffe zu kommen, benötigte man also zunächst
das jeweilige ätherische Öl, das man aus der entsprechenden
Pflanze gewinnt, die ich wie folgt beschreiben werde.
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