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PCB-Sanierung

PCB-Sanierung in Schulgebäuden:

Generell wurde das Problem im Jahre 2000 zum ersten Male von der Innenraumlufthygiene-Kommision des Umweltbundesamtes im Rahmen eines „Leitfadens zur Innenraumlufthygiene in Schulgebäuden“ angesprochen.

In den darauf folgenden Jahren haben die Kultusminister der Länder darauf reagiert und die Landkreise und Schulträger aufgefordert, ihre Schuleinrichtungen dahingehend überprüfen und bewerten zu lassen.

Laut Bundesgesundheitsamt sind der Bewertung zugrunde zu legen:

 

PCB-Richtlinien der Länder

(Technische Baubestimmungen nach Länder-Bauordnungen)

Die Werte beziehen sich darauf, dass sich eine Person täglich 24 Stunden lang in dem Raum aufhält.

 

  • Vorsorgewert (tolerabel) 300 ng/m³ Luft sind langfristig als
    tolerabel anzusehen.
  • Minderungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen 300 – 3.000 ng/m³ Luft erfordern Aufspüren der Quellen der Raumluftverunreinigungen. Zwischenzeitlich ist durch Naßreinigen und regelmäßiges Lüften eine Verminderung der PCB-Konzentration anzustreben.
    Darüber hinaus sind die Beseitigungsmaßnahmen in die Wege zu leiten.
  • Interventionswert (Gefahrenabwehr) 3.000 > ng/m³ Luft sind akute Gesundheitsgefahren nicht auszuschließen (Interventionswert für Sofortmaßnahmen z.B. Sperren der betroffenen Bereiche).
  • Zielwert nach Sanierung < 300 ng/m³ Luft.

 

 

Die WHO hat folgende Grenzwerte für die Aufnahme von PCB festgelegt:

Die Aufnahme von 1 Mikrogramm PCB pro Tag und Kilogramm Körpergewicht wurde dabei als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Das bedeutet, dass ein Kind mit 40 kg Körpergewicht täglich 40 Mikrogramm PCB aufnehmen könnte, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden. Dieser Wert wird bei einem achtstündigen Aufenthalt in einem Raum für ein 40 kg schweres Kind erst dann erreicht, wenn die Raumbelastung bei 12 000 ng/m³ liegt.

Im Max-Born-Gymnasium gibt es keinen Raum, in dem auch nur annähernd die Grenze von 3000 ng/m³ erreicht würde. Aufgrund der bisher durchgeführten Maßnahmen liegen in den meisten Räumen die Werte bereits nahe am Vorsorgewert (300 ng/m³). Die nächsten Sanierungsschritte sollen dazu dienen, im gesamten Gebäude dauerhaft unter diesen Wert zu kommen. Im Zuge dieser Sanierung werden zugleich Maßnahmen durchgeführt, die Energie sparen helfen (z.B. Fenstersanierung). (Stand: April 2008)